Bürger machen Landwirtschaft – für Gemüse, Gemeinschaft und lebendige Vielfalt
Bürger machen Landwirtschaft wurde 2020 von Tanja Schlote gegründet. Ein Team von Gärtner:innen versorgt jährlich rund 190 Haushalte als solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) mit Gemüse und anderen Lebensmitteln. Das Gemüse wird auf 2,5 ha in Rommerskirchen am Biohof Nesseler und im Gewächshaus in Pulheim angebaut.
Darüber hinaus gehören zu dem Demeter-Betrieb eine Mutterkuhherde und Schafe. Als Teil von Bürger machen Landwirtschaft trägst du dazu bei, dass unsere Felder und Weiden biodynamisch bewirtschaftet werden und so vielfältiger Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen erhalten bleibt und Humus aufgebaut wird.



Solidarische Landwirtschaft
In unserer solidarischen Landwirtschaft schließen sich Menschen zusammen, die ein Jahr lang die anfallenden Kosten für ihre Gemüseproduktion gemeinsam finanzieren. Wir teilen wöchentlich die Ernte und das Wissen über die Arbeit deines Hofteams, die hinter jedem Produkt steckt. Regional, saisonal und in höchster Bioqualität ist dein echtes Gemüse von Bürger machen Landwirtschaft.
Wir sind eine soziale Gemeinschaft, in der Menschen aus allen Altersgruppen und Interessenslagen zusammen kommen, sich austauschen, voneinander lernen, gemeinsam gestalten und feiern können.
Solidarisch sind wir dabei auf unterschiedlichen Ebenen:
- dir als Mitglied gegenüber: jeder zahlt soviel er kann und soviel es ihm wert ist.
- den Mitarbeitenden gegenüber, die für uns das Feld bestellen und die Organisation unserer Gemeinschaft übernehmen, indem wir ihnen einen fairen Lohn anbieten können.
- dem Landwirt gegenüber, indem wir als Gemeinschaft auch das Risiko von möglichen Missernten aufgrund von unvorhersehbarer höherer Gewalt gemeinsam tragen.
Im Fokus unserer Gemeinschaft steht auch das soziale Miteinander. So möchten wir mit dir gemeinsam entscheiden:
- welches Gemüse angebaut wird
- welche weiteren Produkte interessant sind
- welche Themen rund ums Gärtnern, verarbeiten, etc. in Workshops angeboten werden sollen uvm.
Folgende Ideale werden in unserer SoLaWi bei Bürger machen Landwirtschaft gelebt:
- einen Beitrag zur Lösung der bedrohenden Zeitprobleme leisten
- die Gestaltung eines menschengemäßen Arbeits- und Lebensraumes
- andere zum Nachdenken anregen
- helfen, die Schönheit der Region wiederherzustellen
- die auf Generationen angelegte bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten
- unseren Kindern eine lebenswerte Kultur zu übergeben
Wir freuen uns, wenn du Lust hast, gemeinsam mit uns Landwirtschaft zu gestalten und an einer sozialen Gemeinschaft teilzuhaben!



Produkte mit mehr Wert
Wir bauen mehr als 45 Gemüsekulturen an. Die Ernte erfolgt ganzjährig und wird gerecht in der Gemeinschaft aufgeteilt. Genauso werden auch die Kosten geteilt. Das bedeutet, dass nicht das einzelne Produkt bezahlt wird, sondern die bei der landwirtschaftlichen Produktion tatsächlich anfallenden Kosten gemeinsam getragen werden. Damit geben wir unseren Lebensmitteln ihren Wert zurück und du bekommst saisonales Gemüse direkt aus der Nachbarschaft – ein echter Mehrwert! Neben Gemüse gibt es, wenn du möchtest, auch Eier, Brot, Fleisch, Wollprodukte, Honig und vieles mehr.
Wir bauen natürlich jahreszeitliche Pflanzen und Gemüsekulturen an. Dazu gehören z.B.
- Salate wie Rucola, Kopfsalat, Eichblattsalat, Radicchio, Endivie, Feldsalat …
- Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Beete, Pastinaken, Petersilienwurzeln …
- Kartoffeln und Zwiebeln
- Kohlgewächse wie Spitzkohl, Rotkohl, Wirsing, Grünkohl, Kohlrabi …
- Nachtschattengewächse wie Tomaten, Auberginen …
- Kürbisgewächse wie Gurken, Zucchini, Kürbisse, Melonen …
- Bohnen und Erbsen
- Kräuter und Blumen
Diese wachsen auf dem Feld und im Gewächshaus und jede Woche wird geerntet, was gerade reif ist. So ändert sich je nach Saison, was und wieviel du bekommst. Eine tolle Möglichkeit zu lernen, welche Pflanzen zu welcher Jahreszeit reif sind und ein Bewusstsein dafür zu bekommen, dass wir in unserer Region im Januar z. B. keine Tomaten ernten können.
Neben dem Gemüse kannst du auch für ein Jahr eine Hühnerpatenschaft bei uns buchen. Dann bekommst du mit dem Gemüse zwischen 4 und 7 Eier pro Woche dazu. Auch hier spielt die Natur mit und unsere Hennen legen nicht jede Woche exakt dieselbe Anzahl von Eiern. Einmal im Jahr gibt es darüber hinaus einen Bruderhahn und ein Suppenhuhn.
Die Bäckerei Ährensache aus Köln backt wöchentlich auch für uns Brot. Auch hier gibt es mit dem Gemüse die Möglichkeit ein halbes, ein oder mehr Brote pro Woche ins Depot geliefert zu bekommen.
Und ab und an wird auch Rind und Lamm geschlachtet. Von unseren Schafen bekommst du auch Produkte vom Goldenen Vlies bei uns. Und von unserer Imkerin gibts Honig. So wächst unser Sortiment ständig. Lass uns wissen, was für dich noch interessant ist!






Kosten – wofür bezahle ich?
Das solidarische Prinzip besagt, dass du nicht für das einzelne Produkt bezahlst, sondern für die bei der landwirtschaftlichen Produktion tatsächlich anfallenden Kosten. Hierzu kalkuliert das Bauernhofteam jährlich die für die Bewirtschaftung der Flächen anfallenden Kosten und teilt diese durch die der Fläche angepassten möglichen Mitglieder. So entsteht der sogenannte Richtpreis, der von dir solidarisch über- oder unterboten werden kann. Du kannst prinzipiell zwischen einen kleinen und einem großen Anteil wählen.
Warum solltest du das tun?
Auf diese Art der Bezahlung kannst du je nach eigenen finanziellen Möglichkeiten entscheiden, ob du das Projekt und die Mitmenschen in deiner Umgebung stärker unterstützen kannst und möchtest oder ob du gerne teilnehmen möchtest, aktuell aber die finanziellen Mittel nicht ganz ausreichend sind. Dadurch kann die Umwelt (aufgrund unserer biodynamischen Anbauweise und Tierhaltung) und das soziale Miteinander in deinem direkten Umfeld gestärkt werden.
In deiner Nähe
Wir ernten donnerstagnachmittags und freitagfrüh. Freitagnachmittags liefern wir die geernteten Produkte in unsere Depots. Du wählst bei deiner Anmeldung, wo du deine Ware bis in den frühen Abend abholen kannst:
- Rommerskirchen (Nesseler Biohof)
- Pulheim (Pfarrer-Lummerich-Straße)
- Stommeln (Bruchstraße)
- Köln-Vogelsang (Pirolweg)
- Köln-Esch (Johannes-Prassel-Straße)
- Bedburg (Am Glockensprung)
Unsere Tiere
Wir halten eine kleine Rinder- und Schafherde. Die Schafe versorgen uns mit hochwertiger Wolle, die wir wieder in der Landwirtschaft einsetzen oder zu wertvollen Wollprodukten weiterverarbeiten.






